Die Kirche im Dorf
Von der Reformation bis heute

1553: Pfarrer Daniel Walter, 1526 geboren und aus Frohburg stammend, zu Wittenberg ordiniert 1550, schreibt bei seinem Amtsantritt:

“Lehnsherr ist Abrahamb von Einsiedel uff Syraw. Oberfrankenhain aber das Dorf mit den Einwohnern gehört dem Grafen und Ehrenwehrten Wolff Dietrich von Ende uff Königsfeldt. Niederfrankenhayn zur Hälfte Abrahamb von Einsiedel uff Syraw und zur anderen Hälfte dem Rat von Geithain. Zur Hauptkirche gehören 2 Dörfer Nieder- und Oberfrankenhain und 1 Filial Hopfgarten. Die Pfarre hat 2 Gärten (wie jetzt noch), einen am Hause und der sogenannte Schlittenberg. Die Wiesen haben ‚Rostschäden‘, das Pfarrholz bringt nicht genügend Ertrag für Holzscheidte, so dass noch zugekauft werden muss.”

Nach Daniel Walther († 1588) wird erst Elias Vogel (1561 in Frohburg geboren) hier Pfarrer, bevor 1588 Johannes Büchner sen. († 1617, sein Name ist an der Hopfgartener Kanzel in Verbindung mit dem Jahr 1602 zu lesen) und danach sein Sohn Johannes Büchner jun. († 1671) die Pfarrstelle in der Parochie Oberfrankenhain einnahmen. Der Pfarrer Stephan Conrad Gress († 1710), als Sohn des dortigen Con Rectoris am petrinischen Gymnasium aus „Cölln an der Spree auß der Marck“ (heute Berlin) kommend, hat bei seinem Amtsantritt 1671 keine Kirchen bücher vorgefunden. Später ist jedoch das frühere noch aufgefunden worden, unvollständig, zerrissen und verschmutzt. Es ist durchweg von Pfarrer Johannes Büchner (jun.) geschrieben. Dieser hatte sein Kirchenbuch 1631 begonnen, „weil das alte durch Kriegsvolk zerstört wurde, und in diesem schon wieder Seiten herausgerissen sind.” Es sind also nur Bruchstücke erhalten geblieben.

Lorem In den alten Kirchbüchern kann man nachlesen, dass Ober- und Niederfrankenhain, so wie die gesamte Region, unter dem 30-jährigem Kriege und der Pest sehr hat leiden müssen. Eintragungen durch Pfarrer Büchner jun. (1617 bis 1671), wie die folgenden, sollen das belegen:

1633: Regimenter haben im Ort gelegen, die Kirchenbücher zerrissen … Kunze, Geithainer Richter, in Niederfrankenhain im November von einem Brabanten (fest)gehalten und dermaßen übel traktiert, dass er davon gestorben sey.

1635: Große Kriegsnot gewesen, weil die Feinde uns zu allen Zeiten einbrachen, mussten die Kinder in der Nacht getauft werden. Taufen wurden in Geithain und Tautenhain durchgeführt, da Frankenhain belagert und die Kirche beschädigt ist.

1644: Schwedisches Kriegsvolk hat alles ruiniert und geplündert. Die Kirche wurde während des 30-jährigen Krieges erheblich beschädigt, aber wohl mehr außen als von innen. Der Turm der Kirche soll damals weitaus höher gewesen sein, ist aber aufgrund von Schäden durch 2 Blitzeinschläge zum Teil abgetragen worden.

1677 wurden an die Decke 24 Tafeln mit biblischen Motiven von einem Chemnitzer Maler gemalt. Zu dieser Zeit müssen auch die Bilder an den beiden Emporen entstanden sein, die ein Müller aus Hermsdorf gemalt habe soll. Diese mehr gut gemeinten als künstlerisch wertvollen Gemälde gingen bei einem späteren Abbruch und Neuaufbau der Südempore verloren.

1692: Anna Peters hat ihrem Vormund 12 Thaler geborgt, hat aber keine Quittung darüber. Nun vermacht sie bei ihrem Tode die 12 Thaler zur Hälfte der Kirche zum Orgelbau und zur anderen Hälfte dem Pfarrer Gress. Er schreibt dazu: “…wer von dem Legat etwas erhalten wird, das wird die Zeit lehren.“

1693: 23. August “gleich unter der Predigt ist Lausigk fast sehr abgebrannt, über 100 Häuser”.

1710 stirbt Conrad Gress, es wird Samuel Pfeiffer (geboren 1653 in Prießnitz † 1721), danach Ernst Gottfried Geutebrück (geboren 1696 in Bilzingsleben † 1729) hier Ortspfarrer. Er hatte es wahrscheinlich auch nicht leichter als seine Amtsbrüder vor und nach ihm. Es ist beurkundet, dass “Gutsbesitzer Georg Kupfer, Gutsbesitzer Thomas Bechstein und Georg Legel am 18.10.1716 unter der Predigt den Backofen geheizt und Kirmeskuchen gebacken haben sollen.” Al le drei wurden mit einer Geldstrafe belegt.

Etwa 1726 wurde das Pfarrhaus gebaut, so wie es heute noch in der Dorfmitte steht. 1729 amtiert Samuel Benedikt Rudolph aus Euba in Oberfrankenhain. Eine Bronzeglocke von 1732 gehört zum Geläut der Kirche bis heute. Die Kanzel wurde am 24. Juni 1747 von dem Niederfrankenhainer Gutsbesitzer Andreas Frauendorf gesetzt. Beide Daten fallen in die Amtszeit des zuletzt genannten Pfarrers, der bis 1742 die Pfarrstelle in Oberfrankenhain inne hatte. Sein Nachfolger wird Christian Ernst Kötteritz (geboren 1709 in Merseburg) und ab 1753 Ernst Gottlieb Berggoldt (geboren 1723 in Hopfgarten † 1784). Bevor Traugott Friedrich Fischer (geboren 1765 in Grünberg † 1838) im Jahre 1797 Pfarrer in Oberfrankenhain wird, amtierte hier noch Friedrich Erdmann Uhle (geboren 1752 in Greifenhain † 1797) von 1784 an. Der Name Uhle taucht noch einmal in der Chronik der Leipziger Universität auf: Am 17.12.1819 erhält Herr August Fürchtegott Uhle aus Oberfrankenhain den Doktortitel der Medizin an der Universität zu Leipzig.

1854: Pfarrer Fischer, der seit 1832 als Substitut und seit 1838 als Nachfolger seines Vaters hier amtierte, wird emeritiert, wegen eines starken Nervenleidens. Neuer Pfarrer wird Karl Ferdinand Druschky, der seit 1846 Lehrer an der Geithainer Mädchenschule gewesen war.

1881 wurde die Kirche grundlegend renoviert. Die alte Orgel von Georg Oehme aus Gatzen abgebrochen und die neue von Paul Schmeißer aus Rochlitz 1882 eingebaut. Im selben Jahr tritt Karl Reinhard Müller, geboren 1851 und aus Nossen kommend, die Pfarrstelle in Oberfrankenhain an. Er wird erst 1914 von Max Fürchtegott Zipfel abgelöst. Dieser war 1883 geboren und stammte aus Dresden.

Der folgende Geistliche sollte zu einer Frankenhainer Pfarrerlegende werden: Dietrich Böttger, geboren am 22.2.1900 und aus Gersdorf stammend. Er hat von 1919 bis 1923 in Leipzig studiert, ist am 29.8.1926 ordiniert worden und wurde als dann Pfarrer in Oberfrankenhain. Ab 1932 hatte er die Mitverwaltung der Pfarrstelle in Frauendorf übertragen bekommen. Dietrich Böttger wird gleich zu Anfang des Zweiten Weltkrieges eingezogen. Seine Frau kümmert sich weiter um das Pfarramt und die Vertretungen. Kinderarbeit und die Frauenkreise hält sie selber. Dazu kam die Verwaltung und Bewirtschaftung der Kirchenländereien und -lehen, so fern diese noch nicht verpachtet waren. Vor dem Krieg bestand ein Posaunenchor, aber fast alle Bläser sind auf den Schlachtfeldern gefallen. Nach dem Krieg, die Kirche ist in einem jämmerlichen Bauzustand, schreibt Böttger: „…Der Kirchenbesuch, der früher recht mangelhaft war, hat sich seit dem Kriege gebessert, was allerdings nur auf das Konto der Zugezogenen kommt… Unsere Einheimischen, meist Bauern und Händler, sind so in ihre Arbeit eingespannt, dass zum Kirchgang keine Zeit bleibt…“ In einem Gemeindebericht von 1950 lesen wir: „Der Gesang der Gemeinde ist erträglich befriedigend. Die vorgeschriebenen Melodien werden…eingeübt…obwohl bei vielen ein starkes Murren über die ’neumodischen Lieder‘ sich stark bemerkbar macht… In Oberfrankenhain schien es aber wegen der Tiefenwirkung der Bibelwoche nicht ratsam, besondere Evangelisationen wie in Frauendorf (1948, 1950) und Hopfgarten (1948) durchzuführen“. Erst nach dem Krieg wurde es üblich, dass beide Elternteile zu Kindstaufen mit in die Kirche kommen und dass Orgelspiel und Gesang gewünscht werden. Der frühere hauptamtliche Lehrer Walter Spänich ist jetzt “nur noch” Kantor, er musste seine Wohnung in der Schule verlassen und wohnt nun in der Pfarre. Nebenamtlicher Kirchdiener ist 1950 Albert Reißig.

Das stark beschädigte Kirchendach wird mit Schiefer vom Pfarrhausnebengebäude repariert, dieses wiederum mit Zementersatzziegeln aus Frauendorf. 1949 er hält die Kirche eine elektrische Lichtanlage. Eine schöne Tradition entsteht: Das Aufhängen einer Erntekrone zum Erntedankfest. Begonnen hat damit Frau Martha Miersebach, die ehemalige Schul-Hausmeisterin. Fortgeführt von der Oberfränker Postfrau Marianne Meißner hat dann Frau Erna Birkhofen, vielen noch als treue Kirchnerin und liebe Seele der Gemeinde bekannt, weiter gemacht. Später gestaltete Herr Martin Bierbaum viele Jahre die Erntekrone. 2002 hat Familie Klaus Schneider und Gerhard Gorgas eine neue Erntekrone geflochten.

Im Gemeindebericht 1961 lesen wir: „Es sind nur noch knapp die Hälfte der Schulabgänger Konfirmanden, zur Jungen Gemeinde kommen, wenn überhaupt, 4 bis 8 Jugendliche. Die Zahl der Kirchenaustritte ist allerdings nicht sehr hoch, etwa zwischen 5 und 8 %. Militanter Atheismus kennzeichnet die derzeitige Lage, jedoch herrscht ein dumpfes sich ergeben in das Unvermeidliche“. Kirchenrechnungsführer ist Paul Kupfer, die Arbeit der Kirchensteuer-Einnehmer ist recht befriedigend. Die Gesamtseelenzahl im Dorf beträgt 730. Pfarrer Böttger und seine Frau sollten 40 Jahre in Frankenhain wirken. Zu Ostern 1967 hielt er seinen letzten Gottesdienst. Böttgers zogen nach Höfgen, später dann ging es nach Ragewitz (bei Mutzschen), wo auch Goldene Hochzeit gefeiert wurde. 1992, einen Tag vor der Diamantenen Hochzeit, starb Pfarrer Dietrich Böttger. Seine Frau Martha wohnte dann bei den Söhnen in Jena und in Saalfeld. Sie stirbt am 25. Februar 2000 im Alter von 90 Jahren. Beide fanden auf dem Frankenhainer Friedhof ihre letzte Ruhestätte.

Pfarrhaus und Pfarrhof

1967 kam Pfarrer Martin Lösche, geboren 1941, nach Frankenhain. 1974 kommen durchschnittlich 20 Leute, an Festtagen 50 bis 60 von insgesamt 450 Kirchgliedern zum Gottes dienst. Die Junge Gemeinde ist gutbesucht, die Kinderarbeit ist kaum zu schaffen. Zwischen 50 und 100% liegt der Anteil der Konfirmanden bei den Schulabgängern, 70 bis 80% aller Kinder werden getauft. Frankenhain allein hat 29 Christenlehrekinder. Es wird erzählt, dass es Pfarrer Lösche von der Staatsmacht versagt war, die Schule, nur einige Schritte von der Kirche entfernt, zu betreten. Heute lebt Martin Lösche als Pfarrer im Ruhestand in Leipzig, wo er heute immer noch in der dortigen Laurentiuskirchgemeinde aktiv ist. Unter anderem organisiert er dort jährlich eine Weihnachtsfeier für Obdachlose. 1996 war Pfarrer Lösche noch einmal mit seiner Jungen Gemeinde in Frankenhain zu Gast, als kleine Künstler trugen sie in der Kirche das Theaterstück „Träume“ von Günther Eich vor.

Martin Lösche wurde 1979 von Roland Lämmel abgelöst, ein rastloser „Baupfarrer“, wie ihn die Leute gern nannten. So geschah 1985 ei ne große Restaurierung der Kirche unter Pfarrer Lämmel. Er selbst schreibt dazu: “Am 27.10.1985 konnte die Kirche nach intensiver Restaurierung in einem Festgottesdienst mit anschließender Festwoche wieder eingeweiht werden. Hinter der Gemeinde lagen viele Monate mit Arbeitseinsätzen, Mühen und Entbehrungen. In der Zeit des stagnierenden Sozialismus war es nicht einfach, Firmen und Bauarbeiter zu gewinnen. Es fehlte an Baumaterial, an Baubilanzen, oftmals an den einfachsten Dingen. Dass die Kirche vor dem Verfall gerettet werden konnte, verdankt sie fleißigen, um sichtigen Gemeindegliedern, engagierten Handwerkern und Betrieben, die oft unter schwierigen und provisorischen Bedingungen arbeiten mussten – und natürlich vielen freiwilligen Helfern in unzähligen Baueinsätzen. Ein hohes Spenden aufkommen machte die finanzielle Absicherung möglich. Die Erneuerung der Kirche begann mit einer dringend notwendig gewordenen Dachreparatur, aus welcher schließlich die gesamte Neueindeckung inklusive Schalung und Reparatur der Balken wurde. Al lein das Beschaffen der Schalung war ein großes Problem. Auch die Turmkrönung, der Glockenstuhl, der Außenputz mit Silikatanstrich, Klempnerarbeiten, Blitzschutz u.v.a. gehörten dazu. Bei der Innenrenovierung wurde Holzschwammbefall an der Kassettendecke festgestellt. Die Decke musste grundlegend neu gestaltet werden. Die mit dunkler Ölfarbe gestrichenen Emporen und Bänke wurden abgelaugt, so dass sie jetzt in herrlichem Holzdekor zu sehen sind. Im Chorraum waren zusätzliche Restaurierungsarbeiten nötig. Dabei kamen die Weihekreuze und romanischen Fenstereinfassungen zum Vorschein. Ebenfalls wurde die gesamte Elektroanlage einschließlich der Bankheizung neu installiert. Auch die Orgel wurde generalüberholt…” Roland Lämmel und seine Frau Dorothea haben auch sonst bleibende Spuren bei uns hinterlassen: Kirchenmusik, Chorarbeit und Kinderarbeit war besonders Frau Lämmel wichtig. Sogar die staatlichen Stellen akzeptierten das Bemühen der Familie Lämmel um die Kinder. Nach Großrückerswalde zu gehen fiel den Lämmels nicht leicht, auch die beiden Töchter mußten sich erst an das Neue dort gewöhnen.

Pfarrer Martin Lösche mit seiner Frau zu Frankenhainer Zeiten
Roland Lämmel mit Frau Dorothea zu seiner Ordination am 22. Juni 1980 vor der, damals noch von wildem Wein umrankten, Frankenhainer Kirchentür
Pfarrer Lämmel als “Stützer” und Bauherr, zusammen mit den Bauleuten am neuen Eingang zum Pfarrhof

Gottfried Sebastian Rebner, 1960 geboren, zieht am 27. Juli 1989 mit seiner Frau in das Pfarrhaus ein und wird unser erster Nach-Wende-Pfarrer. Und: Eine schmucke Kirche durfte er übernehmen. Ein „Jugendpfarrer“, wie er genannt wurde. Er beginnt mit dem anfänglich umstrittenen Religionsunterricht in der Grundschule. Der Posaunenchor und der Frauenchor arbeiten ohne Frau Lämmel jetzt selbständig, die Orgelbegleitung zu den Gottesdiensten (früher durch Frau Lämmel) ist gut organisiert. Das Weihnachtsliedersingen ist beliebt und wird zur Tradition, mehrmals im Jahr finden in der Kirche herrliche Konzerte mit renommierten Musikern aus nah und fern statt. Von 1992 bis 1996 wird der gotische Schnitzaltar von 1514 restauriert. Ein Spendenaufruf führte zu einem erstaunlichen Ergebnis: 15% der gewaltigen Restaurationssumme kommen als Eigenbeteiligung der Gemeinde zusammen. Die Klasse 5 des Schuljahres 1991/92 mit der Klassenlehrerin Frau Marga Himpich spendet geschlossen, alle unterschreiben. Im Juni 1997 sind vier tansanische Gäste aus der Diözese im Kilimandscharogebiet mit Pfarrer Lämmel in Frankenhain zu Besuch. 1998 hat Frankenhain 664 Einwohner, davon sind 391 Kirchglieder, also 59 %. Es finden 6 Taufen und 3 Beerdigungen statt. Seit 1998 arbeitet Pfarrer Rebner dreimal die Woche als Pfarrer und Krankenhausseelsorger im Diakoniekrankenhaus Hartmannsdorf. Die Oberfrankenhainer Pfarrstelle wird Anfang 1998 nur noch zu 50% genehmigt. Moderne Strukturveränderungen in der Kirche beginnen auch bei uns konkret zu werden. Im Juni 2002 verlassen Rebners schweren Herzens Frankenhain und ziehen nach Leipzig Anger-Crottendorf. Sebastian Rebner übernimmt dort eine neue Pfarrstelle. Auch die in Frankenhain geborenen drei Kinder der Rebners hatten, wie schon die Lämmel- Kinder, hier ihre Freunde und so war auch für sie der Umzug nicht leicht.

Noch heute pflegen einige Frankenhainer gute Beziehungen nach Großrückerswalde und nach Leipzig , und öfters sieht man auch Lämmelsche und Rebnersche Gesichter in Frankenhain. Aber die besonders schönen, lebensnahen Rebnerschen Sonntags predigten vermissen trotzdem viele in der Gemeinde hier. Die bei den 50%-Pfarrstellen in Frankenhain und Tautenhain werden dann, so wie bisher, nicht länger genehmigt. Am 1. Juli 2002 verbinden sich die vier Kirchgemeinden Oberfrankenhain, Frauendorf, Hopfgarten und Tautenhain-Ebersbach-Nauenhain zu Schwesterkirchgemeinden. Dafür wird eine 100%-Pfarrstelle eingerichtet. Das Landeskirchenamt legte Tautenhain als den neuen Dienstsitz des Pfarrers fest. So werden wohl die Rebners die letzte Pfarrersfamilie in Frankenhain gewesen sein.

Pfarrer Rebner mit seiner Frau Beate 1990
Pfarrer Rebner bei der Goldenen Konfirmation 1991
Pfarrerin Dr. Christiane Fischer

Es folgte eine Vakanzzeit mit Pfr. Werner Waltsgott aus Rochlitz, bis im Jahr 2003 Pfarrerin Dr. Christiane Fischer ihren Dienst in den sechs Döfern aufnahm. Wahrlich eine mit rechtem Geist erfüllte Dienerin Gottes, die allerdings nicht so recht den Zugang zur dörflichen Frömmigkeit der hiesigen Gemeinde finden konnte, andersherum mag es wohl ähnlich gewesen sein. Trotzdem und gerade deshalb hat auch sie als Pfarrerin ihre Spuren in der Gemeinde hinterlassen und einen bedeutenden Teil zu deren Entwicklung beigetragen. Fast sechs Jahre lang war Pfarrerin Fischer hier tätig, bis sie am 11. Januar 2009 in der Tautenhainer Kirche feierlich verabschiedet wurde. Sie begann am 1. Februar 2009 ihren Pfarrdienst in Chemnitz-Hilbersdorf.

Seither ist unsere Pfarrstelle wieder zur Besetzung ausgeschrieben. Die Hauptvertretung wurde vom gebürtigen Tautenhainer und jetzigem Geithainer Pfarrer Markus Helbig übernommen, dessen Vater Karl Helbig viele Jahre Pfarrer in Tautenhain war.

Viele Neuigkeiten und Info´s finden Sie auch auf der Internetseite der St. Mauritiuskirche zu Oberfrankenhain :

St. Mauritius zu Oberfrankenhain (kirche-frankenhain.de)